
LEDERREINIGUNG UND LEDERPFLEGE
Leder verschmutzt langsam und trocknet unbemerkt aus. Wir reinigen materialgerecht, fetten anschließend rück und schützen die Oberfläche, damit sie geschmeidig bleibt statt spröde zu werden.
LEDER ALTERT, WENN MAN ES LÄSST
Ein Ledersitz sieht selten von einem Tag auf den anderen schlecht aus. Er wird dunkler an den Stellen, an denen man sitzt, glänzender dort, wo gerutscht wird, und irgendwann fühlt er sich nicht mehr weich an, sondern hart. Ursache ist eine Mischung aus Hautfett, Textilfarbe aus Jeans, Straßenstaub und UV Strahlung. Der Schmutz reibt bei jedem Ein- und Aussteigen wie feines Schleifpapier über die Oberfläche, während die Sonne dem Leder gleichzeitig die Weichmacher entzieht.
WAS BEI IHNEN IM AUTO SITZT, IST MEIST BESCHICHTET
Fast alle modernen Fahrzeuge haben pigmentiertes Leder, also Leder mit einer farbigen Deckschicht darauf. Diese Schicht trägt die Farbe und schützt das Material. Sie ist auch der Grund, warum viele gut gemeinte Hausmittel schaden: Wer mit Sattelseife, Olivenöl oder aggressiven Reinigern arbeitet, greift die Deckschicht an, und wenn die einmal offen ist, zieht Schmutz direkt ins Leder. Bei offenporigem oder Anilinleder, das man vor allem in älteren Fahrzeugen und im Oldtimerbereich findet, gelten wieder andere Regeln. Wir prüfen deshalb vorher, womit wir es zu tun haben.

REINIGEN UND DANACH ZURÜCKGEBEN
Reinigung allein reicht nicht. Jede Reinigung entzieht dem Leder etwas, deshalb folgt bei uns immer die Pflege direkt hinterher. Dabei werden Fette und Weichmacher zurückgegeben, damit die Oberfläche geschmeidig bleibt und beim Sitzen wieder nachgibt, statt zu knicken. Genau an diesen Knickstellen entstehen sonst die feinen Risse, die sich später nicht mehr zurückholen lassen. Abschließend kann eine Schutzbehandlung aufgetragen werden, die das Eindringen von Textilfarbe verlangsamt, was besonders bei hellem Leder und Jeansnutzung einen sichtbaren Unterschied macht.
DAS GEHÖRT BEI UNS DAZU
Bestimmung der Lederart und Prüfung der Deckschicht
Reinigung von Sitzflächen, Seitenwangen, Kopfstützen und Armlehnen
Bearbeitung der Nähte und Perforationen, ohne sie zu durchnässen
Lederlenkrad und Schalthebel, dort sitzt das meiste Hautfett
Rückfettung und Pflege nach der Reinigung
Auf Wunsch Schutzbehandlung gegen Farbübertrag
Sichtprüfung im Tageslicht gemeinsam mit Ihnen
WO DIE REINIGUNG AUFHÖRT
Reinigung und Pflege bringen Verschmutzung, Glanzstellen und Austrocknung in den Griff. Sie ersetzen keine Reparatur. Ist die Deckschicht bereits durchgescheuert, das Leder eingerissen oder an den Wangen aufgeplatzt, ist eine Lederaufarbeitung mit Farbauftrag nötig, und das ist ein anderes Verfahren. Wir sagen Ihnen bei der Begutachtung ehrlich, welcher der beiden Wege bei Ihrem Fahrzeug sinnvoll ist, statt Ihnen eine Reinigung zu verkaufen, die den Zustand nicht ändert.
